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Einstellung am Graviertreiber

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Beitrag Fr Aug 12, 2016 8:58 am

Beiträge: 1
Hallo,

gibt es bei einem Epilog Laser auch die Möglichkeit über den Graviertreiber die Bearbeitungsarten zu ändern?

Wie z.B. bei einer schwarz weiss Grafik, dass die weissen Flächen ohne Leistung, helle/graue Flächen mit geringer Leistung und dunkle Flächen mit einer höheren Leistung bearbeitet (graviert) werden?
Oder das Graustufengrafiken in mehreren Durchgängen graviert werden (Die Durchgänge können eingestellt werden). Bei diesem Prozesswerden die vorhandenen Graustufen auf die Anzahl der eingestellten Durchgänge aufgeteilt, durch diese Bearbeitungsmethode können dreidimensionale Gravuren mit großem Höhenunterschied erstellt werden.

Gruß Julia

Beitrag Mo Aug 22, 2016 5:47 pm
TorstenHerbst Site Admin

Beiträge: 125
Hallo Julia,
vielen Dank für Ihre Frage zu dieser sehr interessanten Anwendugn.

Für die 3D-Gravur steht Ihnen im Epilog Druckertreiber die 3D-Funktion zur Verfügung.

Beim 3D-Modus werden Punkte und Punktemuster anders verwendet als beim Rastergravurmodus „Allgemein“.
Der 3D-Modus orientiert sich nicht an den Punkten und bestimmt dann aufgrund der Punktdichte, wohin gelasert wird, sondern es werden die Punkte hergenommen und dann bestimmt, wie viel Laserleistung (Watt) für jeden einzelnen Punkt angewendet wird. Das ist der große Unterschied zwischen den Rastergravurmodi „Allgemein“ und „3D“. Beim Rastergravurmodus „Allgemein“ wird jeder Punkt mit der gleichen Laserleistung (Watt) gelasert. Im 3D-Modus können wir die Laserleistung für jeden Punkt anpassen.
Ein weiterer Aspekt des „3D-Modus“ ist, dass – nicht wie im Modus „Allgemein“ – ständig zwischen die meisten Punkte gelasert wird; also auch bei einem Füllmuster zwischen 10 % und 30 %. Daher ergibt sich bei einem Wechsel von einem Grauton zu einem anderen ein ständiger Wechsel bei der Tiefe der Gravur. Dies gilt nur dann nicht, wenn sich die Vorlage von 100 % schwarz auf 100 % weiß ändert (oder umgekehrt). Da wir im 3D-Modus die Art, wie gelasert wird, anpassen, müssen wir auch die Vorlage anpassen.
Da wir im 3D-Modus die Laserleistung für jeden Punkt variieren können, benötigen wir eine Vorlage mit mehr als einem Grauton. Wir brauchen eine Vorlage, die langsam von einer Grauschattierung zur anderen übergeht. Beispiel: Ein Kreis mit einem radialen Farbverlauf (von Mitte weiß nach außen schwarz) wird somit im „3D Modus“ als „Halbkugel“ gelasert.
Dieser 3D Effekt wird umso deutlicher, um so tiefer die Gravur wird. Daher werden für 3D-Gravuren meistens mehr als ein Durchgang gemacht. Viele Anwender gravieren ein Bild in zwei oder drei Durchgängen ein, um die gewünschte Tiefe zu erreichen. Solange Sie das zu gravierende Werkstück nicht bewegen, stimmen die verschiedenen Durchgänge komplett mit dem ersten überein. Die folgenden Bilder dienen als Beispiele für 3D-Gravuren.

Gruß

Torsten Herbst

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